Archiv 2006 Mai-August

Cipoteasalto

Delincuentes se dan a la fuga con el bastón del Cipotegato.

En un acto de audacia inaudita y haciendo gala de una espantosa falta de respeto hacia la tradición turiasonense, gamberros desconocidos han puesto un triste fin a la fiesta del Cipotegato, celebrada ayer en la localidad aragonesa. El arlequinesco personaje finalizaba su carrera por las callejuelas de Tarazona, inundadas por los tomates lanzados durante el percurso, cuando aprovecharon un momento de distracción para apoderarse de la insignia del susodicho. Hay quien sospecha de dos extranjeras hospedadas en la Casa del Traductor, desaparecidas desde anoche…

(Noticias de Aragón, 28/08/2006)

Einmaleins *

Sein mal seins ist seins.
Zeit mal Sein ist Zeit.
Frei mal Sein ist frei.
Viel mal Sein ist viel.
Nymphe mal Sein ist Nymphe.
Sex mal Sein ist Sex.
Liebe mal Sein ist Liebe.
Macht mal Sein ist Macht.
Nein mal Sein ist nein.
Schön mal Sein ist schön.

Sein mal Zeit ist Zeit.
Zeit mal Zeit ist viel.
Frei mal Zeit ist Sex.
Viel mal Zeit ist Macht.
Nymphe mal Zeit ist schön.
Sex mal Zeit ist fröhlich.
Liebe mal Zeit ist viel-schön.
Macht mal Zeit gibt Sexszenen.
Nein mal Zeit macht schön.
Schön mal Zeit ist Tanzen.

Sein mal frei ist frei.
Zeit mal frei ist Sex.
Frei mal frei ist nein.
Viel mal frei ist fröhlich.
Nymphe mal frei ist Nymph-schön.
Sex mal frei macht schön.
Liebe mal frei ist Sein und Tanzen.
Macht mal frei ist viel zu tanzen.
Nein mal frei ist Liebe und Tanz.
Schön mal frei ist Reisen.

Sein mal viel ist viel.
Zeit mal viel ist Macht.
Frei mal viel ist fröhlich.
Viel mal viel gibt Sexszenen.
Nymphe mal viel ist Tanzen.
Sex mal viel ist viel zu tanzen.
Liebe mal viel macht uns tanzen.
Macht mal viel ist Zeit und Reisen.
Nein mal viel ist Sex und Reisen.
Schön mal viel ist verzückt.

Sein mal Nymphe ist Nymphe.
Zeit mal Nymphe ist schön.
Frei mal Nymphe ist Nymph-schön.
Viel mal Nymphe ist Tanzen.
Nymphe mal Nymphe ist Nymphentanz.
Sex mal Nymphe ist Reisen.
Liebe mal Nymphe ist Nymphe-auf-Reisen.
Macht mal Nymphe ist verzückt.
Nein mal Nymphe ist nympherzückt.
Schön mal Nymphe ist für-sich.

Sein mal Sex ist Sex.
Zeit mal Sex ist fröhlich.
Frei mal Sex macht schön.
Viel mal Sex ist viel zu tanzen.
Nymphe mal Sex ist Reisen.
Sex mal Sex ist Sextourismus.
Liebe mal Sex ist Zeit-und-verzückt.
Macht mal Sex ist Macht-und-verzückt.
Nein mal Sex ist viel-und-für-sich.
Schön mal Sex ist endlich.

Sein mal Liebe ist Liebe.
Zeit mal Liebe ist viel-schön.
Frei mal Liebe ist Sein und Tanzen.
Viel mal Liebe macht uns tanzen.
Nymphe mal Liebe ist Nymphe-auf-Reisen.
Sex mal Liebe ist Zeit-und-verzückt.
Liebe mal Liebe ist für-sich-weniger-sein.
Macht mal Liebe ist Sex-und-für-sich.
Nein mal Liebe ist frei-und-endlich.
Schön mal Liebe ist lieblich.

Sein mal Macht ist Macht.
Zeit mal Macht gibt Sexszenen.
Frei mal Macht ist viel zu tanzen.
Viel mal Macht ist Zeit und Reisen.
Nymphe mal Macht ist verzückt.
Sex mal Macht ist Macht-und-verzückt.
Liebe mal Macht ist Sex-und-für-sich.
Macht mal Macht ist viel-und-endlich.
Nein mal Macht ist Zeit-und-lieblich.
Schön mal Macht ist Macht-mix.

Sein mal nein ist nein.
Zeit mal nein macht schön.
Frei mal nein ist Liebe und Tanzen.
Viel mal nein ist Sex und Reisen.
Nymphe mal nein ist nympherzückt.
Sex mal nein ist viel-und-für-sich.
Liebe mal nein ist frei-und-endlich.
Macht mal nein ist Zeit-und-lieblich.
Nein mal nein ist Sein und Macht-mix.
Schön mal nein ist nein-ich?

Sein mal schön ist schön.
Zeit mal schön ist Tanzen.
Frei mal schön ist Reisen.
Viel mal schön ist verzückt.
Nymphe mal schön ist für-sich.
Sex mal schön ist endlich.
Liebe mal schön ist lieblich.
Macht mal schön ist Macht-mix.
Nein mal schön ist nein-ich?
Schön mal schön ist Wunder.

* angeregt von Paul Fournel via Pablo Martín Sánchez

Teoría planetaria 2

Tendo a lua aquela gravidade
Aonde o homem flutua
Merecia a visita não de militares
Mas de bailarinos e de você e eu
Paralamas do Sucesso

    Hay alguien en la organización del turismo intergaláctico que está pensando en nosotros. Un visionario encargado de ilustrar el tan extraño concepto del ritmo. Músicos y danzadores le resultan un acceso demasiado directo, de una naturalidad que él intuye pero que a sus clientes se les escaparía, por obvia. Pero si consiguiera encontrar algo que transportara la experiencia de modo lateral, pulsante… captando eso del famoso groove en una historia editable…

Gatos, pelotas, niños rodando por el suelo rosado, entre mesas de un azul celeste que recuerda ciertas camisetas estrelladas. Juego de luz y aire filtrado por techos y árboles, perfectamente descrito, de estudiados efectos en el supuesto alma de los humanos.

Pero ¿cómo entender que el hombre sonriente, tecleando a modo de batucada, igual late con su hermosa que mira otra pantalla?

Al encargado turístico las cosas se le complican hasta volverse apenas teorizables. Pierde peligrosamente el hilo, sintonizándose con aquellos seres distantes, que de pronto acercan sus manos, sus energías. Sí, indudablemente el tacto para el ritmo es fundamental…

Tibidabo

Ich sehe ein Fenster, eine Balkontür, klapprige iberische Konstruktion, die keine Kälte abzuwehren hat; die Nase gegen die Scheibe gedrückt, geschwollene Augen, ein Knoten im Magen. Irgendwer, eine Tante, muss zu Hause geblieben sein, mitfühlend, während der Trotz abklingt und die Enge nicht, in die man sich verrannt hatte, eine Sackgasse auf dem Weg in Barcelonas Vergnügungspark. Gretchenfrage oder Stellvertreterkrieg: wer was zu zahlen hätte.

So fahren sie allein an einen Ort namens “will ich dir geben”, verstrickt ins familiäre Spiel. Viele Jahre später erscheint das Auflösen solcher Situationen als eine der besten Gaben – gelegentlich ein Privileg von Außenstehenden.

Empezando a viajar

Grecia, 1990

En la terraza del albergue juvenil de Delfi (imaginario mar desde el tejado) charlamos con un sesentón panzudo, pero robusto. Ex-empresario de viaje por el mundo, se echaba cinco años por delante. Lucía barba de medio mes y una sonrisa tranquila, indestructible como la navaja a la que pasó su lata de coca-cola, just for fun. No se nos ocurrió ver en ello el gesto de un chuloputas: cualquier novedad nos complacía. En la plaza Sintagma de Atenas volvimos a coincidir. “Happy trails, you guys”, se despidió, con una alegría que ojalá le haya durado.

A tale of half-known beauty

Paris, 1992

Sie hatte ein Michelle-Pfeiffer-Gesicht, in dem alles lebte, fast durchscheinend, sie hatte uns vier, fünf Jahre voraus und so viele Erfahrungen – ein Fragezeichen von heute aus. Bezaubert, weniger verliebt, eigentlich nicht scharf auf sie: Trotz solcher Nuancen zeigte sich eine, die in mancher Hinsicht ihr Gegenstück war, erwartungsgemäß irritiert.

Das Ende einer Abschiedsparty unter Stuckdecken und mit Blick aufs Marsfeld: skandinavischer Schnaps, strategische Wirkung. Am nächsten Morgen beim Verlassen des Hauses die Ewigkeit des strahlend blauen Himmels, das Bonjour der Concierge, die ironische Komplizität im Ungeschehenen: “Now she thinks I have a lover.”

Boarischer Bierexilant

Du woaßt jo gor ned, wos i do herom manchmoi für an Plempe in mein Maßkruag neischüttn muaß, damit a ma ned verroosd (und’d Guagl aa need). Gestern zum Beischbui hob i die Zwoa-Drittel-Diebels-Maß und des Veltins-Radler “erfunden” (erfinden miass’n!). A Schand is dees. Aber in am Maßgruag ziagt wenigstens de verdammte Kohlnsäure besser aus dem Bier ois aus am storchhalsigen Flaschl und ma muaß ned allerweil a Kopperl machen . Aber heit bin i wieder so weit und fahr zum trinkgut ins Gewerbegebiet und hoi ma mein Kasten Augustiner, weil so geht des jo ned weida, versteßd…

[Peter Billaudelle]

Casa habitada

Así la casa espera: intuyendo nuevas presencias tras los cambios que se están efectuando, los martillazos, el aturdimiento del taladro, el polvo de ladrillos y serrín en los suelos; armarios montados, estantes adicionales, aquellas discretas cortinas que faltaban; las superficies aún o de nuevo despejadas, parecidas a páginas blancas, dispuestas a acoger lo que todavía no fue escrito.

Así la casa se prepara: con estas tardes luminosas, impensables en invierno, ventanas abiertas, paredes encendidas de amarillo cálido, de naranja oscuro, y luz en los ojos y el alma etérea, como una mariposa que flotara por el balcón reverdecido.

Am Strand

Ser feliz
O melhor lugar é ser feliz
O melhor é ser feliz
Onde estou
Não importa tanto aonde vou
O melhor é ter amor
Vinícius Cantuária & Caetano Veloso

Der Sand klebt auf der Haut. Unter der aufgeheizten, schimmernden Oberfläche tasten meine Finger nach Kühlung: feuchte Körner, die dir leise über den Rücken rieseln. Du drehst dich um und lächelst. Du schmeckst nach Salz und Sonne und Kokosöl.

Ich schließe die Augen und glaube Sommerregen zu hören, fast lautlos, wie sachte Fingerkuppen auf einer Notebooktastatur.

Dann blinzle ich durch deine Locken. Ja, du bist immer noch da.

***

La apuesta [Shortmix]

Quebra a pedra com seu sim
Lenine, “Sentimental” –

Ella no está:
La más idiota
De todas tus excusas

Bloqueado, bloquear
Preocupaciones difusas

Incapaz, tirar
La toalla que no usas

Pero basta parar
Pararse
Sentir más que pensar

Y apostar:
No dolerán
Siempre las musas

Arder, amar
Más allá de las tormentas
Como un derviche girar
Sabiendo a tientas

Estar, mirar
Dejar de intentar
Para ver
Disolver, soltar
Llegar a ser

Es ist [2005]

Die Realität lächelte gutmütig, wenn auch etwas spöttisch und sagte: Übrigens, es ist Sommer. Jetzt, hier. Wo seid ihr? Gute Frage. Aber Scheißgrammatik. Ich bin – ich bin? Ich bin, und du? Oder doch einstimmig: Wir sind?

Es ist.

Die Realität runzelte die Stirn und setzte dann ein leicht gereiztes Lächeln auf. Ihr wisst, wie das mit den Schwalben ist, oder? Sommer machen – das passiert nicht von allein. Was, durch Nichthandeln handeln? Blödsinn. Verschont mich und euch mit diesem fernöstlichen Firlefanz. Im Orient können die das so machen. Aber ihr zwei, ihr achtet mir jetzt auf den Sonnenuntergang…

Correfoc

Las colles reunidas en el recinto deportivo de una escuela, al atardecer, luz anaranjada y largas líneas de sombra en las paredes blancas, en los perfiles humanos; el ritmo de timbales, el aire saturado de butifarras asándose sobre cuatro o cinco parrillas.

Mientras los diablos bajan la colina, la noche va cayendo con serenidad austral, la luna llena colgada al otro lado. Queda preparar nuestros tridentes, poner petardos blancos, amarillos, rojos, verdes, ascuas que volarán en círculo como los demonios en su danza por los callejones de la Olesa antigua, envueltos en asfixia y entusiasmo, en pólvora y truenos.

Einzelsegler

Distruttori di carte d’identità
Jovanotti

Er war Baske, segelte allein, unterwegs zu den Kanarischen Inseln, nach Lateinamerika. Aus der elterlichen Firma hatte er sich auszahlen lassen, nun ging es hauptsächlich um eines: sämtliche bürokratischen Spuren zu löschen. Angeblich waren noch drei übrig, ein Pass vermutlich, eine indiskrete Kreditkarte, und? Eines Morgens holte er sich das ausgeliehene Ampèremeter zurück, winkte zum Abschied, rief lachend: “Den Pennern drüben habe ich gesagt, ich komme wegen dem Papierkram gleich nochmal.” Als er auslief, sah ich, wie vor der Hafenmeisterei wild gestikuliert wurde. Monate später erreichte mich eine Weihnachtskarte ohne Absender, von den Kanaren.

El muerto y la desconocida

En una buhardilla me tendió la carta: la amante veraniega había optado por un idioma que él no hablaba. Aspiraba a escritora; es fácil dejar de comunicarse. Inexperto, procuré transferir al pie de la letra la sucesión de palabras, cuyos pormenores hoy se me escapan con coherencia asombrosa. Algo retengo de las explicaciones de mi amigo, tenso por saber.

Años más tarde ese querido idiota se mató: no hay quien perdone esto, ni manera de salvar su negación. Me pregunto por aquella carta como por otras tantas huellas, por la madrileña perdida en su monólogo.

Walking Out On Sonny R

Lacke Posaune im karierten Sakko, E-Bass-Läufe auf dem Weg zu nichts, ein sedierter Meisterdrummer – was zum Teufel wollte der Koloss mit solchen Sidemen? Ein gefälliges Solo folgte dem anderen. Man phantasierte vom Verlassen der Halle, vom Spinner, der aufspringt und “Action!” schreit. Das alternativbürgerliche Publikum jubelte: Pflichtbegeisterung.

War die Eitelkeit schuld, die Erfolgsfixiertheit, ein egozentrischer Habitus, der sich mit Schwäche umgibt und den Geschmack verfälscht? Nur sein gewaltiger Ton bewahrte die Essenz des Jazz… Am Küchentisch studierten wir ein Foto des Altmeisters, mischten Respekt und Sarkasmus: “Der Fatzke, der Stutzer, der Geck, petimetre Sonny Rollins.”

Juego de manos

    Saltar fuera del taxi, cruzar la acera deprisa, anticipación en las caras, con el beat funky que se filtra a través de la puerta: el discreto segurata que nos la está abriendo. La gente apretada, abarrotada delante de la barra, al resguardo de la tupida lluvia que cae al otro lado de las grandes cristaleras. Aquí se mojan gargantas con copas que recuerdan los bares del sur, aquella ansiada y ficticia juventud dorada; aquí vuelan y se cazan las sonrisas al vuelo, en un espacio de paredes sembradas de colores, impregnadas de humo, sudor y perfumes pasajeros.

¿Qué piensas niño, que te voy a hacer?
Julieta Venegas, “Nada serio” –

Un inocente contacto en la masa de cuerpos en movimiento, casual roce convertido en tentativa de caricia, dedos deslizándose por tu espalda, por tu momentáneo asombro. Ay chico guapo, tan atrevido, mas, hélas, la labia se quedó en la caja de pandora; ya medio desconcertado, buscará tu mano, incapaz de seguir el ritmo, de mezclarlo, transformarlo, llevarlo a otro nivel, como ese DJ que más sabe y sabemos por viejos, con perdón, y tú, hermosa, ya en otra, riendo, girándote hacia acá para pedir la exaltación del momento.

Out of Time

Der Anrufbeantworter: wozu. Oder es kam gleich das Besetztzeichen, ein ums andere Mal. Interferenzen, sowieso: das Lächeln in den Augen der Buchhändlerin; der Rhythmus der orientalischen Schönen auf der anderen Straßenseite, beim trägen Schlangestehen an einem Frühlingsabend; die emotionalen Rückstände vom letzten Sommer… Unerwarteterweise verblasstest du nicht. Etwas, das seinen Weg ins Herz gefunden hatte, schob sich vor den Überdruss. Vielleicht diente hier ein unsichtbarer Aufwand der Vorbereitung? Inzwischen die Zeit vergehen lassen: Wenn es nicht sein sollte, würdest du am Ende der Reise hinunterfallen wie damals, als die Erde noch eine Scheibe war, blind und ungesehen.

Sincronismo

A veces despierta con el sabor de su recuerdo. Le falta poco para marcarlo en el calendario, sería un acto supersticioso, como de contagio: ¿y si comprobara que a él le iba igual?

Hay días en que las golondrinas navegan por encima de los tejados y la luz del atardecer es menos una promesa que una interpelación, el gozo del verano aproximado al temor de desperdiciarlo.

Sudando rock desértico, folklore doble, ritmos superpuestos, atravesado por un destello de trompetas – oliendo hierba caliente, le sonreía de lejos, bailando sin pesar, perdido entre las melodías, en un imaginario abrazo sin pensar.